"Rustin" - Mehr als nur ein weiteres Biopic - 110min.de
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„Rustin“ – Mehr als nur ein weiteres Biopic

13. Nov 2023
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George C. Wolfe’s neuester Streich, „Rustin“, ist kein gewöhnliches Biopic. Geplant für eine Veröffentlichung im November 2023, zielt dieser Film darauf ab, die Grenzen des Genres zu sprengen. Es geht hier nicht nur um das Leben von Bayard Rustin, einem Bürgerrechtsaktivisten, der oft im Schatten von Größen wie Martin Luther King Jr. stand. Es geht um mehr – um einen Mann, dessen Geschichte zu lange unbeachtet blieb.

Rustin. (v.l.n.r.) Frank Harts als Jim Farmer, Glynn Turman als A Philip Randolph, Colman Domingo als Bayard Rustin, Maxwell Whittington-Cooper als John Lewis, Melissa Rakiro als Yvette und CCH Pounder als Dr. Anna Hedgeman in Rustin. Cr. David Lee/Netflix © 2023

Die unterschätzte Legende: Bayard Rustin

Wolfe entschied sich nicht ohne Grund für die Geschichte Rustins. Trotz seiner zentralen Rolle in der Bürgerrechtsbewegung ist Rustin für viele ein Unbekannter. Seine Homosexualität und seine offenen politischen Ansichten machten ihn zu einer umstrittenen Figur. Hier zeigt sich Wolfe’s Genie: Er wählt eine Figur, die sowohl faszinierend als auch komplex ist, und bringt Licht in die Schatten der Geschichte.

Ein Film, der Fragen stellt

Was macht „Rustin“ nun so besonders? Es ist die Art und Weise, wie Wolfe die Geschichte erzählt. Er schafft es, Rustins Kampf gegen Rassismus und Homophobie in den Kontext unserer Zeit zu setzen. Der Film ist nicht nur ein Rückblick in die Vergangenheit, sondern auch ein Spiegel der heutigen Gesellschaft. Und genau hier wird es für junge Zuschauer interessant: „Rustin“ ist nicht nur eine Geschichtsstunde, es ist ein Dialog mit der Gegenwart.

Die Macht der Besetzung

Natürlich ist die Besetzung ein wesentlicher Aspekt. Colman Domingo als Bayard Rustin ist eine mutige Wahl. Bekannt für seine charismatischen und kraftvollen Darbietungen, bringt Domingo eine Tiefe und Komplexität in die Rolle, die selten in Biopics zu finden ist. Aber es ist nicht nur Domingo, der beeindruckt. Die Besetzung umfasst Namen wie Chris Rock und Glynn Turman, die dem Film zusätzliche Schichten verleihen.

RUSTIN (2023) Lilli Kay als Rachelle Horowitz. CR: Mit freundlicher Genehmigung von NETFLIX

Musik, die bewegt

Die musikalische Untermalung darf nicht unerwähnt bleiben. Lenny Kravitz‘ Beitrag, „Road to Freedom“, ist mehr als nur ein Song im Abspann. Es ist ein emotionales Statement, das die Stimmung des Films perfekt einfängt und die Botschaft noch stärker macht.

Ein Blick in die Zukunft

Abschließend bleibt zu sagen, dass „Rustin“ ein wichtiges Werk ist, das zeigt, wie Geschichte und Kino Hand in Hand gehen können, um eine kraftvolle Botschaft zu übermitteln. Es ist ein Film, der nicht nur unterhält, sondern auch inspiriert und herausfordert. Für ein junges Publikum, das nach Filmen sucht, die sowohl informieren als auch bewegen, ist „Rustin“ ein Muss. George C. Wolfe hat einmal mehr bewiesen, dass er ein Meister seines Fachs ist.

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