Historische Serien setzen seit Jahren auf drastische Bilder, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Gewalt, Intrigen und Erotik gehören dabei oft zum festen Repertoire. Mit „Spartacus: Das Haus Ashur“ greift Amazon Prime dieses Erfolgsrezept erneut auf – und treibt es sichtbar weiter. Das Spin-off zur 2010 gestarteten Kultserie rückt aktuell stark in den Fokus sozialer Netzwerke.
Auslöser sind Szenen, die selbst ein an explizite Inhalte gewöhntes Publikum überraschen. In Kommentaren und Reaktionen wird weniger über die Handlung als über die Darstellung von Nacktheit und Brutalität diskutiert. Der Tenor: Die Serie überschreitet bewusst Grenzen, die viele vergleichbare Formate bislang nicht antasten.
„Die blutigste und expliziteste Show“ – Kritik und Reaktionen
Britische Medien wie die „Daily Mail“ bezeichnen die Serie als eine der härtesten TV-Produktionen der letzten Jahre und sprechen von der „blutigsten und explizitesten Show im Fernsehen“. Gemeint ist nicht nur die Gewalt, sondern vor allem die offene Darstellung von Sexualität, die in nahezu jeder Episode präsent ist.
Besonders kontrovers diskutiert wird eine Szene, in der eine Gladiatorin einen Angreifer brutal entwaffnet. Auch der Einsatz auffälliger Prothesen bei männlicher Nacktheit sorgt für Gesprächsstoff. Hinzu kommen Nebenhandlungen, die gleichgeschlechtliche Beziehungen offen thematisieren. Für manche Zuschauer ist das Teil der erzählerischen Konsequenz, andere empfinden es als gezielte Provokation.
Alternative Geschichte: Darum geht es in „Das Haus Ashur“
Inhaltlich schlägt die Serie einen alternativen Weg ein. Ashur, gespielt von Nick E. Tarabay, überlebt die Ereignisse der Originalserie. Spartacus hingegen stirbt. Als Belohnung erhält Ashur die Kontrolle über den Ludus von Batiatus, einen zentralen Ort der früheren Handlung.
Dieser Perspektivwechsel erlaubt es den Machern, bekannte Figuren neu zu deuten und Machtkämpfe aus einer anderen Sicht zu erzählen. Gewalt und Sexualität dienen dabei als Stilmittel, um die rohe Welt der Gladiatoren kompromisslos darzustellen. Genau dieser Ansatz sorgt nun für Zustimmung wie Ablehnung zugleich.
FAQ zu „Spartacus: Das Haus Ashur“
Was ist „Spartacus: Das Haus Ashur“?
Ein Spin-off der ursprünglichen „Spartacus“-Serie, angesiedelt in einer alternativen Zeitlinie.
Wo läuft die Serie?
Aktuell ist sie bei Amazon Prime Video verfügbar.
Warum sorgt die Serie für Aufsehen?
Wegen sehr expliziter Darstellungen von Gewalt und Sexualität.
Basiert die Handlung auf historischen Ereignissen?
Nein, sie nutzt ein historisches Setting, erzählt aber eine fiktive Geschichte.
Ist die Serie eine direkte Fortsetzung?
Nein, sie verändert bewusst zentrale Ereignisse der Originalserie.
Gibt es eine Altersfreigabe?
Die Serie richtet sich klar an ein erwachsenes Publikum.
Wie fällt die Kritik insgesamt aus?
Sie ist stark gespalten zwischen Anerkennung für Konsequenz und Kritik an der Härte.
