Spider-Man gehört seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Figuren der Popkultur. Doch während das Marvel Cinematic Universe weiterhin auf farbenfrohe Blockbuster und klassische Heldenreisen setzt, schlägt Amazon MGM nun einen völlig anderen Ton an. Mit Spider-Noir erhält der Netzschwinger eine Serienadaption, die sich bewusst von der vertrauten MCU-Ästhetik entfernt.
Der erste Trailer, der nun veröffentlicht wurde, macht klar: Hier geht es nicht um jugendliche Coming-of-Age-Momente oder spektakuläre Team-Ups, sondern um einen gebrochenen Helden in einer rauen, von Verbrechen geprägten Welt. In der Hauptrolle ist Nicolas Cage zu sehen, der Spider-Noir bereits im Animationsfilm „Spider-Man: A New Universe“ seine Stimme lieh. Die Serie startet am 27. Mai 2026 exklusiv bei Prime Video.
„Nicht Spider-Man, sondern die Spinne“ – das Konzept von Spider-Noir
Die Serie nimmt mehrere bewusste Abweichungen von der bekannten Comicfigur vor. Cage verkörpert nicht Peter Parker, sondern Ben Reilly, der hier als gealterter Privatdetektiv auftritt. Der Name Spider-Man spielt in der Handlung keine Rolle – der maskierte Rächer ist lediglich als „Die Spinne“ bekannt.
Inhaltlich folgt die Serie einem Noir-typischen Ansatz: Nach einer persönlichen Tragödie hat sich der Held aus dem aktiven Kampf gegen das Verbrechen zurückgezogen. Ein neuer Fall zwingt ihn jedoch, erneut zur Maske zu greifen. Amazon beschreibt die Figur als Mann, der „mit seiner Vergangenheit ringt und sich einer Stadt stellt, die ihn längst vergessen hat“. Genau dieser Fokus auf innere Konflikte unterscheidet Spider-Noir deutlich von früheren Leinwandversionen.
Ein besonderes stilistisches Merkmal: Die Serie erscheint in zwei Fassungen – sowohl in Farbe als auch in einer konsequenten Schwarz-Weiß-Version, die den düsteren Noir-Charakter zusätzlich unterstreicht.
Wurzeln im Comic und bewusste Abgrenzung vom MCU
Die Figur Spider-Man Noir stammt ursprünglich aus den Comics und feierte 2009 ihr Debüt. Angesiedelt im sogenannten Marvel-Noir-Universum spielt die Vorlage während der Great Depression der 1930er-Jahre. Themen wie Korruption, organisierte Kriminalität und der Kampf gegen autoritäre Regime stehen dort im Mittelpunkt.
Auch wenn die Serie nicht eins zu eins der Comic-Vorlage folgt, greift sie deren Grundidee auf: ein härterer, kompromissloserer Held, der moralische Entscheidungen nicht mit flotten Sprüchen überdeckt. Dass Spider-Noir zeitlich vor dem nächsten MCU-Auftritt von Tom Hollands Spider-Man erscheint, wirkt dabei kein Zufall. Amazon positioniert die Serie klar als Gegenentwurf – eigenständig, stilistisch mutig und bewusst abseits des Marvel-Mainstreams.
FAQ zu Spider-Noir
Wann startet Spider-Noir?
Die Serie startet am 27. Mai 2026 exklusiv bei Prime Video.
Wie viele Folgen hat die erste Staffel?
Spider-Noir umfasst insgesamt acht Episoden.
Spielt Nicolas Cage wirklich die Hauptrolle?
Ja, Nicolas Cage verkörpert den Protagonisten Ben Reilly.
Ist Spider-Noir Teil des MCU?
Nein, die Serie ist unabhängig vom Marvel Cinematic Universe.
Warum heißt die Figur nicht Spider-Man?
In der Serie tritt der Held ausschließlich unter dem Namen „Die Spinne“ auf.
Gibt es die Serie wirklich in Schwarz-Weiß?
Ja, Prime Video stellt sowohl eine Farb- als auch eine Schwarz-Weiß-Version bereit.
Basiert die Serie auf einem Comic?
Ja, Spider-Noir geht auf die Comicreihe aus dem Marvel-Noir-Universum zurück.
Richtet sich die Serie eher an Erwachsene?
Der düstere Ton und die Noir-Thematik deuten klar auf ein erwachsenes Publikum hin.
