Shiny_Flakes: The Teenage Drug Lord

Ein Jugendlicher vertickt vom Kinderzimmer aus im Internet Drogen? Die unglaubliche Geschichte dahinter erzählt die Netflix Doku Shiny_Flakes. Tatsächlich handelt es sich dabei sogar auch um die direkte Vorlage zur deutschen Erfolgsserie How to sell Drugs Online (fast) auf Netflix, die vor Kurzem mit der dritten Staffel fortgesetzt wurde. Da Drogen, Dokus und True-Crime-Drogen-Dokus auf Netflix immer gut ankommen, gibts jetzt ab dem 03. August die wahre Geschichte zum „Teenage Drug Lord“ aus Leipzig.

Netflix

Die Handlung

Der gerade einmal 20-jährige Maximilian Schmidt wird von der Polizei verhaftet und in Handschellen abgeführt. Die Anklage, Drogenhandel im Internet im gigantischen Umfang. Was wie der Anfang eines semi-guten Jugendbuch-Krimis klingt, hat sich tatsächlich so im Februar 2015 in Leipzig ereignet. Der im Internet unter seinem Username Shiny_Flakes besser bekannte Maximilian hat binnen 14 Monaten über das Darknet ca. eine Tonne Drogen im Wert von 4,1 Millionen Euro in die ganze Welt verkauft. Von seinem Kinderzimmer aus betrieb er den Online-Drogenshop shinyflakes.com, quasi das Amazon für Amphetamine. Wie in der Serie zu dieser verrückten Geschichte, How to sell Drugs online (fast) verschickte Shiny_flakes Pakete mit der heimischen Post in die ganze Welt. Bald wuchs sein digitales Drogenimperium auf mehrere Millionen Dollar Umsatz heran. Dank der Verschlüsselung im Darknet blieb seine Identität Jahre lang unbekannt. Zumindest bis die Ermittler ihm schließlich auf die Spur kommen, als 23 Päckchen falsch adressiert wurden und nicht zurückgeschickt werden konnten. Bei der Observation im Leipziger Postzentrum erwischten die Beamten den jungen Drogenbaron auf frischer Tat und stürmten darauf seine Wohnung. Was sie dort fanden, ist heute deutsche Kriminalgeschichte. Über 320 Kilogramm Drogen, darunter 89 Kilogramm Haschisch, 37 Kilogramm Amphetamin-Paste und 4,4 Kilogramm Kokain. Ein Lagerbestand der selbst Pablo Escobar neidisch gemacht hätte. Darauf wird der enttarnte Maximilian verurteilt, zu seinem Glück nur nach Jugendstrafrecht, sodass er inzwischen wieder auf freiem Fuß ist aber noch immer die 3 Millionenschwere Strafe abbezahlen muss.

Die Serie

Nun wird diese irrsinnige, aber wahre Geschichte auch als Dokufilm verfilmt. Dabei sieht man sowohl Maximilian alias Shiny_Flakes selbst vor der Kamera, weitere wichtige Beteiligten Stimmen melden sich aber auch zu Wort. Unter anderem z.B. Ricardo Schulz (Oberstaatsanwalt Leipzig), Petric Kleine (ehem. Präsident des LKA Sachsen), Rolf Jacob (Leiter der JVA Leipzig) sowie Dr. Hanns Christof Hieronymus (Psychiater & Gutachter) und Stefan Costabel (Maximilian Schmidts damaliger Strafverteidiger). Somit soll die komplette Bandbreite des wahrscheinlich spektakulärsten Internet-Kriminalfalls in der deutschen Geschichten dargelegt und analysiert werden. Das Team der Filmemacher hat dabei tatsächlich das „Tatzimmer“ in einer Halle in Leverkusen im Maßstab 1:1 nachgebaut, von wo aus Maximilian immer wieder Einblicke in sein Unterfangen gibt. Natürlich verzichtet Netflix dabei nicht auf eine Spannungskurve und zeigt immer wieder extra gefilmte Aufnahmen, die das Geschehene bebildern und für den Zuschauer präsentabel machen sollen. Insgesamt ergibt sich so eine aufschlussreiche aber auch unterhaltsame Doku, in der der „Hauptcharakter“ leicht wie ein cooler Rebell wirkt, aber in jedem Fall auch ein schuldiger und verschuldeter Rebell.

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